Die MaHü – eine Chance für gelebte Inklusion

 Die MaHü Neu ist eine große Chance für gelebte Inklusion –

zur Begegnung für Menschen mit und ohne Behinderung, für junge und alte Menschen – für uns alle  

Wie oft begegnen Sie Menschen mit Behinderungen im Alltag? Wie oft sprechen wir „nur“ über RollstuhlfahrerInnen, wenn wir über Barrierefreiheit reden?

Wie oft fällt Ihnen auf, dass alte Menschen im Trubel des Alltags benachteiligt werden und an den Rand gedrängt werden?

Wie oft fällt Ihnen auf, dass Kinder in der Hektik des Straßenverkehrs kaum wahrgenommen und dadurch gefährdet werden?

Die Mariahilferstraße NEU steht im Kreuzfeuer der Kritik. Wir nehmen die Konflikte ernst, weil Konflikte vor allem eines bieten: Chancen für eine Veränderung und für ein besseres Miteinander.

Inklusion ist kein leeres Wort. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Um sie mit Leben zu erfüllen, müssen wir uns Gedanken machen, wie es gelingen kann, in allen Bereichen des Alltags Barrieren abzubauen, die ältere Menschen oder Menschen mit einer Behinderung in ihrer Mobilität einschränken.

Vorausschauende Planung ist ein wichtiger Schritt. Behindertenorgani-sationen wurden vor Monaten in die Planung der neuen Mariahilferstraße miteinbezogen, es gab Begehungen und Ortsbesprechungen. Behinderten-parkplätze wurden verlegt, während der Ladetätigkeit gibt es Parkmöglichkeiten.

Bänke und geräumige Sitzflächen kommen vor allem auch alten Menschen entgegegen. Sie laden ein, denn nirgends wird so leicht Kontakt geschlossen wie auf einem „Bankerl“, wo man einander trifft, um kurz auszuruhen. Platz für Kontakt, Platz, um das Leben rundherum zu betrachten und mittendrin zu sein. Die Mariahilferstraße wird dadurch zum Park für alle.

Menschen mit und ohne Behinderungen, alte Menschen ebenso wie Junge begegnen einander auf der Mariahilferstraße. Barrieren im Kopf abbauen, Inklusion erleben und leben – das können wir jetzt gemeinsam tun.

Die ersten Schritte sind getan – wir handeln und wir lernen dazu. Nach den ersten Tagen der Erfahrungen treten wir mit allen gemeinsam in die Phase der Optimierung.

Details:

 Behindertenorganisationen wurden schon vor Monaten in die Planung der Mariahilferstraße Neu miteinbezogen. So gab es etwa schon im April und  im Juli Ortsbesprechungen und Begehungen mit dem Verband der Blinden und Sehbehinderten, wobei das Thema taktile Leitmaßnahmen erörtert wurde. Die Besprechungsthemen waren etwa erforderliche Umbauten an Verkehrslichtsignalanlagen und taktile Leitmaßnahmen. Bei dieser Besprechung wurde festgelegt, dass keine zusätzlichen Leitlinien an Kreuzungen aufgebracht werden müssen.

 Die Ergebnisse der Besprechungen werden bei den endgültigen Baumaß-nahmen in der Mariahilferstraße berücksichtigt.

Am 2. Oktober wird es eine weitere Begehung mit Erfahrungsaustausch der MA 46 zum Thema „Mariahilfer Straße Neu“ für mobilitätseingeschränkte bzw. sinneseingeschränkte Personen geben. Zu dieser Besprechung sind der BSVÖ Blinden- und Sehbehindertenverband Österreichs, der Verein „BIZEPS“ – Zentrum für selbstbestimmtes Leben sowie die Mobilitätsagentur Wien GmbH eingeladen.

 

Birgit Hebein, Sozialsprecherin Grüne Wien

Birgit Meinhard-Schiebel, Sprecherin der Grünen SeniorInnen, Kandidatin zum Nationalrat

 

 

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