Wohnen im Alter braucht frischen Wind 

Das alte Konzept von Wohnen im Alter hat ausgedient. Die „Häuser zum Leben“ haben sich längst ohne große Informationskampagne dem Konzept „betreutes Wohnen“ verschrieben. Wer keinen Betreuungsbedarf hat oder andere Bedürftigkeiten nachweisen kann, kommt nicht mehr trotz langer Warteliste in eines der Häuser des Kuratoriums Wiener PensionistInnen-Wohnhäuser. Weil… die meisten Menschen sowieso gerne daheim bleiben. Und weil das mobile Betreuungsangebot ausgebaut wird. So weit so verständlich. Dass sich Wohnbedürfnisse aber mit neuen Generationen älterwerdender Menschen ändern, ist immer noch nicht wirklich auf der politischen Agenda der Wohnbaupolitik gelandet. Nach wie vor ist der Weg in eine „neue individuelle Wohnform“ langwierig, mühsam und oft genug unfinanzierbar. 

Im Grätzel bleiben, sein soziales Umfeld behalten, aber mit ein paar anderen selbst ausgesuchten Menschen ein gemeinsames Wohnmodell im Kleinformat auf die Füße stellen zu können, in Eigeninitiative und mit individueller Förderung – eine „Hausgemeinschaft“ für Menschen ohne Betreuungsbedarf, dazu braucht es nicht nur Initiative und Flexiblität sondern finanzielle Förderungen, die sie möglich macht. Neues statt Schema F bei Wohnformen im Alter und das rasch. Die Generation „Wir sind diejenigen, vor denen uns unsere Eltern gewarnt haben“ ist auf dem Weg ins Alter. 

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