Archive for the ‘Grünes Alter am Alsergrund’ Category

Alle bekommen etwas in der Steuerreform…

manche wie die PensionistInnen sogar ein wenig mehr. Weil sie gleich wieder einmal eine Steuerreform bekommen. Die 36. oder 37. in Serie… Dort, wo in der allerersten Diskussion die Rede davon war, daß zwischen Arbeitsmarktproblemen und Pensionsleistungen ein direkter Zusammenhang besteht, ist jetzt die Arbeitsmarktfrage wieder in den Hintergrund getreten.

Je höher die Arbeitslosenquote steigt, desto größer ist die Gefahr, daß der Pensionstopf ausgehungert wird. Weil ein allergrößter Teil der Pensionsleistungen von den Versicherten, so lange sie Arbeit haben und ihre Steuern zahlen können, selbst finanziert wird.

Alle bekommen etwas in der Steuerreform – ob sie einen Arbeitsplatz bekommen, ist ein Kernthema, das nach wie vor ungelöst ist. Wer dafür keine Antworten hat, greift zur nächsten Pensionsreform.

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Altsein genügt nicht

Altsein genügt nicht

Das bisherige Verständnis zugehender und unterstützender Sozialarbeit in der sogenannten Altenarbeit ist teuer – ist es das?.

Grund genug, mit dem roten Rechenstift einfach den grossen Strich zu ziehen. Ein „Kaffeekränzchen alter Menschen“ im 15. Bezirk wird der Sparwut des FSW entsprechend ersatzlos gestrichen. Der zynische Hinweis, sie könnten sich ja im Amerlinghaus (das von der Schliessung bedroht ist) ansiedeln, ist ein Zeichen dafür, dass soziale Altenpolitik keiner klaren Überlegung würdig ist. Alte aus der sozialen Teilhabe auszuschliessen ist billiger aber dafür umso kurzsichtiger…

Radikal grün – radikal dagegen

Radikal grün – radikal dagegen sind die Grünen SeniorInnen gegen ALTERSDISKRIMINIERUNG. Auch nach 25 Jahren ihres Bestehens.

Die Headline im Standard vom 23. 11. 2011 „Die Brücke zur Oma der Grünen“ ist lebendiges Beispiel für den mehr als bedenklichen Umgang mit Diskriminierung des Alters. Niemand würde wagen, den hier zitierten Otto König als „Opa König“ zu bezeichnen. Locker aber wird Klara Köttner-Benigni als OMA tituliert. Wir sind radikal grün – radikal dagegen! Dabei bleibt es.

EQUAL PAY DAY – weil Frauen im Alter nicht verarmen dürfen!

Heute sind viele alte Frauen von Altersarmut betroffen – viele beziehen weniger als 850 € Pension pro Monat. Ihre Lebenskarrieren servieren ihnen so die Rechnung für jahrzehntelange private und berufliche Arbeit.

Der EQUAL PAY DAY, gewidmet den heute im Arbeitsleben stehenden Frauen ist ein Aufschrei gegen ungerechte Verteilung! Wir älteren Frauen stehen dafür ein, dass es den folgenden Generationen nicht nur besser geht, sondern dass für gleiche Arbeit gleicher Lohn bezahlt wird! Frauen sind keine „gütigen Engel, die aus Nächstenliebe diese Gesellschaft unterstützen“. Sie müssen davor bewahrt werden, im Alter arm zu werden!

Special zum EU-Tag der älteren Menschen 1. 10. 2011

„Aber das wirklich Peinliche ist, dass wir nicht beantworten können, um was die Pension wirklich weniger wird“, so Hundstorfer. Peinlich? Unsagbar peinlich!
Am Tag der älteren Menschen darf diese Aussage wiederholt werden (siehe unten)

Peinlichkeit Nr.2: die Sonderzahlungen für Pensionistinnen werden diesmal einen Monat später ausbezahlt! Weil die Neuzugänge nicht so rasch berechnet werden können… hat der Rechner der PVAnstalten Gedächtnisschwund und kann bestehende Pensionen nicht von Neuzugängen unterscheiden? Übrigens, von den Pensionen leben Kinder und Enkelkinder mit, eine ganze Wirtschaft profitiert davon. Aber es ist leichter, Sündenböcke zu suchen als flott zu rechnen!

Zum Nachlesen, was peinlich ist…

„Aber das wirklich Peinliche ist, dass wir nicht beantworten können, um was die Pension wirklich weniger wird“, so Hundstorfer.

Den Vorwurf der mangelnden Offenheit weist Hundstorfer zurück. Fakt sei: Je länger der Durchrechnungszeitraum (im Zuge der Pensionsreformen 2003/2004, Anm.) wird, umso weniger werde die Pension. „Aber das wirklich Peinliche ist, dass wir nicht beantworten können, um was die Pension wirklich weniger wird“, so Hundstorfer.

Darfs ein bisserl mehr sein?

Die Generationenparks in Wien sind Orte der Begegnung für alle Generationen – mit spezieller Ausstattung von Geräten, die auch älteren Menschen sinnvolle Bewegung für Körper und Geist bieten.

Weil es aber nicht genügt, Geräte mit ein paar Erklärungstafeln aufzustellen, bespielt „Grünes Alter am Alsergrund“ seit 2010 einmal monatlich den Generationenpark Rossau (U-Bahn-Station Rossauerlände) beim Nixdorfsteg mit einer Gesundheitstrainerin. Nächste Termine: 3. 9. und 1. 10. 2011 von 14 bis 16 Uhr. Eintritt frei, Bewegung garantiert, eine grüne Initiative für alle Generationen. Jeder Generationenpark muss mehr sein als eine Ansammlung von Geräten.

Angehörigenpflege kann jeden treffen!

Vor einiger Zeit wurde der Regress für Kinder von PflegeheimpatientInnen in Österreich abgeschafft. Jetzt ist er wieder da! Treffen kann er jeden jedezeit, der Eltern hat.

In der Steiermark wurde er bereits beschlossen, das Burgenland „denkt darüber nach“. Die Begründung lautet, dass nach der Aufhebung des Regresses die Zahl der Aufnahmen in die Pflegeheime explodiert ist und damit auch die Kosten.

Dass 80 Prozent der Pflege nach wie vor privat und daheim geleistet wird, sprich der grösste Teil unter oft schwierigsten Umständen stattfindet, wird völlig ausser Acht gelassen.

Pflegende Angehörige entschliessen sich fast immer erst in allerletzter Konsequenz zu einer Pflegeheimaufnahme. Jetzt werden sie wieder vor vollendeten Tatsachen gestellt, entweder für sie oft schwerwiegende finanzielle Belastungen durch den Regress zu tragen oder ohne kompetente und umfassende Unterstützung oft über unabsehbare Zeit daheim weiter zu pflegen.

Eine Regierung, die lediglich mit dem Argument der Schuldensenkung agiert, aber die psychische, physische und exzistentielle Belastung pflegender Angehöriger dabei ignoriert, handelt verantwortungslos.