Posts Tagged ‘Alter’

Der Teufel steckt im Detail

Das Pensionsalter der Frauen anzuheben, um zu verhindern, dass ihnen dadurch „die besten Jahre“ zur Pensionsberechnung fehlen, ist eine gewagte Aussage von Seiten der ÖVP.
Die überwiegende Zahl von Frauen verdient zu keinem Zeitpunkt ihrer Erwerbstätigkeit gleich viel wie Männer. Die „besten Jahre“ sind zu mager, um tatsächlich eine Pensionsleistung zu sichern, die den Namen Lebensqualität im Alter verdient. Zuerst müssen Einkommensungerechtigkeiten beseitigt werden, dann erst ist eine Diskussion über das Antrittsalter gerechtfertigt. Der Vergleich der derzeitigen Pensionshöhe bei Männern und Frauen spricht Bände!

Advertisements

Radikal grün – radikal dagegen

Radikal grün – radikal dagegen sind die Grünen SeniorInnen gegen ALTERSDISKRIMINIERUNG. Auch nach 25 Jahren ihres Bestehens.

Die Headline im Standard vom 23. 11. 2011 „Die Brücke zur Oma der Grünen“ ist lebendiges Beispiel für den mehr als bedenklichen Umgang mit Diskriminierung des Alters. Niemand würde wagen, den hier zitierten Otto König als „Opa König“ zu bezeichnen. Locker aber wird Klara Köttner-Benigni als OMA tituliert. Wir sind radikal grün – radikal dagegen! Dabei bleibt es.

Wo sind die LGBT people 50+?

In der Podiumsdiskussion bei der Viennapride 2011 ein heisses Thema:
Verschwinden lesbische, schwule, transsexuelle Menschen wenn sie alt werden, weil Alter eine zusätzliche Diskriminierung mit sich bringt?

Wie geht Kultur, Soziales und eine heterosexuell orientierte Gesellschaft mit uns um? Was, wenn Pflege und Betreuung die Biografie der Betroffenen nicht kennt, nicht wahrnimmt, nicht berücksichtigt?

Welche Kraft hat die Community mit Mitteln von Kunst und Kultur dabei?

Was, wenn Menschen im Alter den Mut finden, sich zu outen?

Grüne Altenrechte verlangen gleiche Rechte für LGBT people auf allen Ebenen.

Lesbisch-, Schwulsein oder das Leben als transsexueller Mensch ist keine Frage der sexuellen Orientierung allein, es ist eine ganz normale Lebensform!

Auf dem Podium waren Michele Bachmeier, Markus Schupp, Nick Allen, moderiert von Birgit Meinhard-Schiebel

Die Schande hat einen Namen: Fremdenrechtspaket 2011

Das Fremdenrechtspaket sieht nicht nur eine Reihe von Verschärfungen vor, es beeinflußt auch die Lebenswelt der MigrantInnen, die seit Jahren in Österreich leben. Und bedroht alle jene, die aufgrund des Paketes keine Chance haben, überhaupt bis nach Österreich zu kommen.

Sie sind – selbst wenn sie seit Jahren hier sind, gefährdet von Abschiebung, Schubhaft, Hausdurchsuchungen und und und. Dazu ist ihr Leben im Alter häufig genug ein Leben in Armut und Isolation.

Ältere Menschen mit migrantischem Hintergrund gehören gemeinsam mit den Kindern zu den Schwächsten in dieser Gruppe von Menschen. Sie haben weder in ihrem Herkunftsland Chancen, den Bedingungen des Fremdenrechtspaketes zu entsprechen noch können sie hier legale Arbeitsmöglichkeiten finden. Was bleibt, ist das Schicksal vieler älterer Menschen. Sie müssen im Heimatland bleiben, egal welchen Bedrohungen sie dort ausgesetzt sind und werden von ihren Familien getrennt. Ihre Zukunft ist chancenlos, trotz der Menschenrechte, die ihnen Schutz und Hilfe bieten.

Grüne Alte sind nicht von gestern!

Hightech-Lust statt Technik-Frust

Interviews, die Spaß machen. Heute im Kurier in futurezone, von Claudia Zettel.

…wir wollen zu Weihnachten keine Kekse, kein Strichkzeug und keine warmen Unterhosen, wir wollen smartphones, Ipads, digicams und und und … und wenns sein muß, leihen wir es kurz mal den Enkerln…

Hier gehts weiter zum Interview:

Die Generation 60plus gehört heute längst nicht mehr zum alten Eisen. Laptop, iPad, Navi und Digitalkamera begeistern auch ältere Menschen – wie ein Gerätetest mit der FUTUREZONE beweist. Wichtig sind den Senioren faire Tarife, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und ein persönlicher Mehrwert.

http://www.futurezone.at/stories/1664651/

http://www.futurezone.at

Zu wenig ist nicht besser als nichts


Widerstand statt Stillschweigen

Widerstand statt Stillschweigen

Zu wenig ist nicht besser als nichts

Die Vorschläge von Minister Hundstorfer zur Mindestsicherung haben gleich mehrere Haken.

Abhängig vom Bundesland könnte die Mindestsicherung 12- oder 14-mal jährlich ausbezahlt werden. Wer also mit den satten 8.796 Euro im Jahr nicht über die Runden kommt, täte gut, zu übersiedeln.

Dass die Länder sich wehren, ist verständlich. Weil sie die Mehrkosten für 14mal Mindestsicherung aus eigener Tasche zahlen müssten, so sie sie gewähren…

Dass 733 Euro auf jeden Fall keine Überlebenschancen beinhalten, kann sich bereits jedes Schulkind ausrechnen.

Wenn nix mehr geht

Ältere Menschen haben im Vergleich zu jüngeren Menschen weitaus weniger Chancen, sich zur mageren Pension oder Mindestsicherung irgendetwas dazu zu verdienen. Selbst wenn sie es können und wollen.

Ihnen bleibt tatsächlich zu wenig und noch dazu die soziale Schande. Wenige klagen, noch weniger stellen sich auf die Barrikaden. Ganz wenige – auch der Älteren – begreifen, dass der Kampf gegen dramatische Einschnitte in ihre Existenzgrundlagen nicht nur sie selbst sondern auch ihre nachkommenden Generationen gefährdet.

Zum guten Schluss: das Argument, dass bei angeblich existenzsichernder Mindestsicherung „niemand mehr arbeiten geht“, ist eines der berühmten Killerargumente.

Wenn Arbeit so bezahlt wird, dass sie existenzsichernd ist, vorausgesetzt es gibt überhaupt genügend Arbeit, ist es klar, wofür sich Menschen entscheiden. Weil Arbeit sozialen Status bedeutet und das Gefühl der Unabhängigkeit von sozialen Almosen.

Birgit Meinhard-Schiebel

Gplus Wien (Initiative Grüner SeniorInnen Wien)

Stv. Obfrau Gplus Österreich