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Lesen Sie das Kleingedruckte!

Die Pensionsreform läuft auf vollen Touren. Eine Reform ohne Reform des gesamten Systems ist nicht die Lösung, sondern das Problem. 

Das Kleingedruckte bleibt unbeachtet: 2011 lag die durchschnittliche Pensionshöhe der Alterspensionen bei Frauen bei 855 Euro, bei Männern bei 1.437. Eine weitere Pensionsanpassung unter der Inflationsrate – wie vorgesehen – macht Armut im Alter zum Dauerzustand. 

Prekäre Arbeitsverhältnisse, das unendliche Ansteigen von Teilzeitbeschäftigungen, ein Arbeitsmarkt, der sich lediglich von einer Notlösung zur nächsten durchhantelt, garantiert den zukünftigen PensionsbezieherInnen vor allem eines: die garantierte Altersarmut. Die Reform muss am Anfang des Arbeitslebens stehen, nicht am Ende des nachberuflichen Überlebens. 

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Weil es nicht reicht…

Die Pensionserhöhung ab 2012 ist mit 2,7 % beschlossen. Gegen die Stimmen des Vertreters des Österreichischen SeniorInnenrates, der Grünen SeniorInnen und zwei weiteren Stimmen.

Weshalb es nicht genug ist? Weil die Inflation ganz besonders die BezieherInnen kleiner Einkommen – damit auch kleinster Pensionen – betrifft. Weil die Erhöhung nach wie vor an den allgemeinen Verbraucherpreisindex gekoppelt ist anstatt eines Verbraucherpreisindex, der sich an der Realität eines PensionistInnenhaushaltes misst. Weil der sogenannte Warenkorb sich an der Durschnittsbevölkerung
orientiert, die teilweise andere
Prioritäten hat (neue günstiger werdende Technologien, Autos etc.).

Und weil der Kampf für Pensionserhöhungen ein Kampf gegen drohende und teure Altersarmut ist. Wenn wir nicht jetzt kämfpen, bleibt den kommenden Pensionsgenerationen noch weniger!

EQUAL PAY DAY – weil Frauen im Alter nicht verarmen dürfen!

Heute sind viele alte Frauen von Altersarmut betroffen – viele beziehen weniger als 850 € Pension pro Monat. Ihre Lebenskarrieren servieren ihnen so die Rechnung für jahrzehntelange private und berufliche Arbeit.

Der EQUAL PAY DAY, gewidmet den heute im Arbeitsleben stehenden Frauen ist ein Aufschrei gegen ungerechte Verteilung! Wir älteren Frauen stehen dafür ein, dass es den folgenden Generationen nicht nur besser geht, sondern dass für gleiche Arbeit gleicher Lohn bezahlt wird! Frauen sind keine „gütigen Engel, die aus Nächstenliebe diese Gesellschaft unterstützen“. Sie müssen davor bewahrt werden, im Alter arm zu werden!