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Gehts noch… ein bisserl tiefer

Geht’s noch… ein bisserl tiefer?

Jahrzehntelang dauert der Kampf um eine Grundsicherung.  Gewonnen hat eine bedarfsorientierte Mindestsicherung. Sie ist weder bedarfsorientiert noch mindestsichernd. Sie ist ein Schandfleck in einem modernen Sozialstaat.

Gräben aufzureißen zwischen denen, die „arbeitsbesitzend“ sind und mit dem nackten Finger auf die angeblich faulen, weil nicht arbeitsbesitzenden Menschen zeigen, ist ganz einfach. Erst wenn jemand selbst den Job verliert, wird klar, dass die so genannte soziale Hängematte ein hartes Nagelbrett ist.

12 mal zu wenig ist aber manchen immer noch zu viel – wer nicht spurt, wird auf Null gesetzt.

Verschärfte, restriktive Maßnahmen sind an die bedarfsorientierte Mindestsicherung gekoppelt. Interessanterweise zaubert dazu eine ÖVP-Mandatarin den uralten Hasen aus dem Hut – “ kommunale Arbeit im sozialen Bereich zum Wohle aller“. Damit hilft sie den „VerweigerInnen“ ihrer Meinung nach rasch auf die Füße und jagt sie aus dem allzu weichen Bettchen der Mindestsicherung hinaus.  Was Frau Marek allerdings vergessen hat, ist gleich ganz konkrete, der Qualifikation entsprechende Jobangebote aufzulisten, mit dem dazu gehörigen Einkommen, das armutsverhindern ist. Weil es sie nicht gibt.

Gut würde es ihr tun, einen Monat lang als Bezieherin der bedarfsorientierten Mindestsicherung zu leben, ohne Garantie, danach wieder in ihren Elfenbeinturm zurückkehren zu können. Als Lektüre für die wenigen Abendstunden nach kommunaler sozialer Arbeit als Straßenkehrerin empfiehlt sich die Lektüre zur „Grundsicherung ohne Wenn und Aber“.