Posts Tagged ‘Frauenqoute’

Starke alte Frauen braucht das Land!

Der Österreichische Seniorenrat ist einer der wichtigsten Sozialpartner des Landes. Frauen kommen weder als Partnerinnen noch als Spitzenrepräsentantinnen darin vor. Wir verlangen eine FRAUENQUOTE im höchsten Gremium der SeniorInnenvertretungen Österreichs. 

Frauen müssen sich mit den den verbleibenden Sitzen im Gremium bescheiden und stehen einer Riege von Männern gegenüber, die ihr jahrzehntelanges Revier der politischen Einflussnahme verteidigen. 

Der Frauenanteil ist unter der Bevölkerung der über 60-Jährigen höher als jener der Männer. Ältere Frauen pflegen ihre Angehörigen, betreuen die Enkelkinder, leisten die höchsten Transferleistungen an die jüngeren Generationen, stellen ihre Arbeitskraft auch im Alter ungemindert unbezahlt zur Verfügung – nur in den Spitzengremien der SeniorInnenvertretungen bleibt ihnen der Platz an der ersten Stelle verwehrt. Höchste Zeit dafür, ein Zeichen zu setzen.

 

 

Die Macht der alten Männer

Die letzte Pressestunde am 13. 2. 2011 hat die „Herrschaftsverhältnisse“ der Senioren deutlich auf den Tisch gebracht.

Zwei alte Männer, jahrzehntelang als Funktionäre ihrer Partei bekannt, haben sich zum Thema Seniorenpolitik geäußert – denen ihr Weltbild zugrunde liegt. Familie und Tradition auf der ÖVP-Seite und ein traditionelles Weltbild einer in die Jahre gekommenen SPÖ.

Sag mir wo die Frauen sind – wo sind sie geblieben?

Dass Frauen zumindest durch die Verwendung des großen „I“ im Titel vorkommen könnten noch, dass es überhaupt Seniorinnen und Senioren heißt, scheint trotz jahrezehntelangem Kampf um Gleichberechtigung und Emanzipation an dieser – und anderen SeniorInnenorganisationsformen – vorbeigegangen zu sein. Und das, obwohl der Anteil der Frauen in dieser Altersgruppe höher ist als jener der Männer.

Grüne SeniorInnen, gibts denn die?

Im Österreichischen Seniorenrat (ohne I), der immerhin 2 Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich vertritt, sind die Grünen Seniorinnen und Senioren nicht mit Sitz und Stimme vertreten. Als „ExpertInnen“, die damit zu den Randfiguren zählen. Die Gründe sind „formale Gründe“ und über die fährt die berühmte Eisenbahn. Jahrelange Bemühungen der Grünen SeniorInnen haben keinen Erfolg gehabt. Und das, obwohl in einem Gremium wie diesem zu Recht alle im Parlament vertretenen Parteien sitzen müßten. Aber: „tut leid, da kann man leider nix machen…“

Wir fordern und hören damit nicht auf:

Eine Frauenquote im Seniorenrat: weil Männer dort nicht ihre Suppe kochen sollen, während sie daheim ihre Frau an den Herd schicken.

Gemeinsame Verhandlungen über die Aufnahme aller im Parlament vertretenen Parteien in ein so wichtiges Gremium wie den Seniorenrat sowie ein aussagekräftiges „I“ im Namen.