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Zu wenig ist nicht besser als nichts


Widerstand statt Stillschweigen

Widerstand statt Stillschweigen

Zu wenig ist nicht besser als nichts

Die Vorschläge von Minister Hundstorfer zur Mindestsicherung haben gleich mehrere Haken.

Abhängig vom Bundesland könnte die Mindestsicherung 12- oder 14-mal jährlich ausbezahlt werden. Wer also mit den satten 8.796 Euro im Jahr nicht über die Runden kommt, täte gut, zu übersiedeln.

Dass die Länder sich wehren, ist verständlich. Weil sie die Mehrkosten für 14mal Mindestsicherung aus eigener Tasche zahlen müssten, so sie sie gewähren…

Dass 733 Euro auf jeden Fall keine Überlebenschancen beinhalten, kann sich bereits jedes Schulkind ausrechnen.

Wenn nix mehr geht

Ältere Menschen haben im Vergleich zu jüngeren Menschen weitaus weniger Chancen, sich zur mageren Pension oder Mindestsicherung irgendetwas dazu zu verdienen. Selbst wenn sie es können und wollen.

Ihnen bleibt tatsächlich zu wenig und noch dazu die soziale Schande. Wenige klagen, noch weniger stellen sich auf die Barrikaden. Ganz wenige – auch der Älteren – begreifen, dass der Kampf gegen dramatische Einschnitte in ihre Existenzgrundlagen nicht nur sie selbst sondern auch ihre nachkommenden Generationen gefährdet.

Zum guten Schluss: das Argument, dass bei angeblich existenzsichernder Mindestsicherung „niemand mehr arbeiten geht“, ist eines der berühmten Killerargumente.

Wenn Arbeit so bezahlt wird, dass sie existenzsichernd ist, vorausgesetzt es gibt überhaupt genügend Arbeit, ist es klar, wofür sich Menschen entscheiden. Weil Arbeit sozialen Status bedeutet und das Gefühl der Unabhängigkeit von sozialen Almosen.

Birgit Meinhard-Schiebel

Gplus Wien (Initiative Grüner SeniorInnen Wien)

Stv. Obfrau Gplus Österreich

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