Posts Tagged ‘Pensionen’

Der Teufel steckt im Detail

Das Pensionsalter der Frauen anzuheben, um zu verhindern, dass ihnen dadurch „die besten Jahre“ zur Pensionsberechnung fehlen, ist eine gewagte Aussage von Seiten der ÖVP.
Die überwiegende Zahl von Frauen verdient zu keinem Zeitpunkt ihrer Erwerbstätigkeit gleich viel wie Männer. Die „besten Jahre“ sind zu mager, um tatsächlich eine Pensionsleistung zu sichern, die den Namen Lebensqualität im Alter verdient. Zuerst müssen Einkommensungerechtigkeiten beseitigt werden, dann erst ist eine Diskussion über das Antrittsalter gerechtfertigt. Der Vergleich der derzeitigen Pensionshöhe bei Männern und Frauen spricht Bände!

Special zum EU-Tag der älteren Menschen 1. 10. 2011

„Aber das wirklich Peinliche ist, dass wir nicht beantworten können, um was die Pension wirklich weniger wird“, so Hundstorfer. Peinlich? Unsagbar peinlich!
Am Tag der älteren Menschen darf diese Aussage wiederholt werden (siehe unten)

Peinlichkeit Nr.2: die Sonderzahlungen für Pensionistinnen werden diesmal einen Monat später ausbezahlt! Weil die Neuzugänge nicht so rasch berechnet werden können… hat der Rechner der PVAnstalten Gedächtnisschwund und kann bestehende Pensionen nicht von Neuzugängen unterscheiden? Übrigens, von den Pensionen leben Kinder und Enkelkinder mit, eine ganze Wirtschaft profitiert davon. Aber es ist leichter, Sündenböcke zu suchen als flott zu rechnen!

Zum Nachlesen, was peinlich ist…

„Aber das wirklich Peinliche ist, dass wir nicht beantworten können, um was die Pension wirklich weniger wird“, so Hundstorfer.

Den Vorwurf der mangelnden Offenheit weist Hundstorfer zurück. Fakt sei: Je länger der Durchrechnungszeitraum (im Zuge der Pensionsreformen 2003/2004, Anm.) wird, umso weniger werde die Pension. „Aber das wirklich Peinliche ist, dass wir nicht beantworten können, um was die Pension wirklich weniger wird“, so Hundstorfer.

Die grüne Antwort auf die Pensionsanpassung

Was tun die Grünen SeniorInnen eigentlich…

um PensionistInnen vor Verschlechterungen zu schützen? Berechtigte Fragen brauchen klare Antworten.

Sie protestieren in entscheidenden Gremien, in denen sie Sitz und Stimme haben, gegen die sogenannte Pensionsanpassung, weil sie ohne Berücksichtigung wichtiger Teilbereiche erfolgt (Berücksichtung kleiner Pensionen, Berücksichtigung des pensionsbedingten veränderten Lebensaufwandes im Rahmen des Verbraucherpreisindexes etc). Zur Erinnerung: die grünen SeniorInnen haben nach wie vor keine Stimmberechtigung im österreichischen Seniorenrat, der immer noch die gendergerechte Sprachregelung vermeidet…

Es ist das Wesen einer Demokratie, dass die Mehrheit entscheidet – die das getan hat. Fragen zu der Entscheidung ihrer Vertreter in den Pensionsgremien sind daher an sie zu richten.

Wir kämpfen weiter!